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Update zum Corona-Virus, auch COVID-19 oder SARS-CoV-2

Liebe Patienten,
das Wissen rund um das Coronavirus hilft das Risiko einer Ansteckung zu minimieren und unbegründete Ängste zu nehmen. Daher hier ein paar interessante Hintergrundinformationen:

  • Hohe Ansteckungsgefahr geht von hustenden Erkrankten aus. Dieser Husten ist typischer- weise trocken. Eine Hustenwolke kann sich bis zu 2m ausbreiten (daher der empfohlene 2m Sicherheitsabstand).
  • Nicht jeder Husten ist jedoch gleich „Coronahusten“ (z.B. der weit verbreitete Raucherhusten oder aber bei einer „normalen Erkältung“)
  • Eine weitere Möglichkeit sich anzustecken, ist über infizierte Gegenstände durch keimbelastete Hände, in die gehustet wurde.
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Was können sie tun, damit Sie sich nicht anstecken?

Halten sie sich 2m fern von hustenden Personen (social distancing) bzw. kommen sie anderen nicht so nah, dass sie deren feuchte Aussprache abbekommen 😊.
Fassen sie sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht. Tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz.
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Was können Sie tun, um nicht andere anzustecken?

Falls sie husten müssen, dann tun sie das bitte in ihre Ellenbeuge oder tragen sie einen Mund-Nasen-Schutz (smart distancing), falls vorhanden oder basteln sie sich einen (kreative Anleitungen findet man im Internet 😊)
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Was tun wir für ihren Schutz in der Praxis?

Bitte denken Sie an Ihren Mund-Nasen-Schutz.
Risikopatienten werden gleich einem Behandlungszimmer zugewiesen.
Im Wartezimmer kommen nicht mehr Patienten als es ein angemessener Sicherheitsabstand erlaubt.
Händedesinfektionsmöglichkeit ist im Eingangsbereich der Praxis.
Wischdesinfektion der Türklinken und oder anderer Kontaktflächen findet mehrmals in der Stunde statt.
Hustendes Personal ist von der Patientenversorgung ausgeschlossen.
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Was bringt die Zukunft?

Vieles ist von der Entwicklung eines Impfstoffes abhängig. Bis zu diesem Zeitpunkt wird alles getan, um die krankenhaus- und intensivpflichtigen Corona-Erkrankten anzahlmäßig auf einem Niveau zu halten, die die Krankenhäuser bewältigen können. Die Entwicklung eines Impfstoffes und die Durchführung einer Impfung der Risikogruppen mit Entwicklung einer Immunität kann 1-2 Jahre dauen.
Auch wenn in einigen Wochen die „sozialen Distanzmaßnahmen“ aufgelockert werden, muss anschließend über kurz oder lang wieder mit erhöhten Infiziertenzahlen gerechnet werden, woraufhin wieder der gleiche „Shutdown“ wie aktuell erwogen werden muss.
Keine ermutigende Vorstellung! Es ist leider nicht schnell vorbei, es ist vielmehr ein Zustand, mit dem man sich arrangieren muss.
Erst wenn 60-70% (ca. 66%) der Bevölkerung durchinfiziert ist, kommt die pandemische Infektionswelle zum Abebben. Am Ende aber rechnen die Virologen durch ein sog. „Nischendasein“ des Virus mit einer Durchinfizierung von fast 100 %. D.h. aber auch, am Ende erwischt es jeden, es sei denn, ein Impfstoff wird zuvor entwickelt.
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Aber wen erwischt es so schlimm, dass er/sie ins Krankenhaus oder auf Intensivstation beatmet werden muss?

In über 80% der Fälle vermutet man einen sehr milden bis mäßigen Verlauf der Erkrankung, wobei es auch Verläufe gibt, die kaum wahrnehmbar für die Infizierten sind.
Typische Symptome sind ein trockener Husten und/oder Atembeschwerden sowie Krankheitsgefühl evtl. mit Fieber. Auch Halsschmerzen passen dazu.
Besondere Symptome der Erkrankung sind Übelkeit und Durchfall, Geschmacks- und Geruchsstörungen sowie Bindehautentzündungen der Augen.
Erste Krankheitszeichen treten i.d.R. am 5-6 Tag auf. Eine schwere Lungenentzündung beobachtet man i.d.R. um den 9ten Tag herum.
Die Todesrate derer, die beatmet werden müssen, liegt derzeit bei 30-50%.
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Wer ist nun besonders gefährdet?

Zu den Risikogruppen zählen im Allgemeinen Vorerkrankte. Unter den Versterbenden gibt es kaum solche, die keine Vorerkrankungen haben.
Insbesondere gehören herz- und lungenerkrankte Menschen sowie solche mit schlecht eingestelltem Diabetes mellitus dazu. Auch ein schlecht eingestellter Bluthochdruck zählt zu den Risikofaktoren für einen schweren Verlauf. Natürlich sind diese Erkrankungen in der älteren Population vermehrt vorhanden. Das durchschnittliche Sterbealter bei COVID-19 liegt bei 79 Jahren in Italien.

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Mund-Nasen-Schutz.

Quellen: insbesondere der Podcast vom NDR mit Prof. Dr. Drosten, Allgemeine Informationen des RKI u.a.